16.09.2004
Walter-Masing-Preis 2004 der DGQ
Aachener Wissenschaftler entwickelt Innovative Methoden für die ganzheitliche Prozesskettenoptimierung
Frankfurt, 16. September 2004 - Die Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ), Frankfurt, vergibt am 15. November 2004 zum neunten Mal den nach ihrem Ehrenvorsitzenden benannten Walter-Masing-Preis. Der mit 5000 Euro dotierte Förderpreis für junge Wissenschaftler geht in diesem Jahr an den Diplom-Ingenieur Martin Tillmann vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologien (IPT), Aachen. Mit seiner Arbeit „Innovative Prozesskettenoptimierung (IPO) – Ganzheitliche Qualitätsverbesserungen in der Produktion mit Hilfe systematischer Innovationsmethoden“ überzeugte er die Jury des Preiskuratoriums.
Die Arbeit des Preisträgers spiegelt die Ergebnisse eines Forschungsprojektes wider, dass am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologien (IPT) in Aachen durchgeführt und von der Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. (FQS) begleitet wurde.
Darin entwickelte der Preisträger eine Systematik zur innovativen Optimierung von Prozessketten (IPO-Systematik). Es handelt sich um ein Vorgehensmodell, das den Optimierungsablauf in Prozessketten beschreibt und auf dem DMAIC-Modell aus der Six-Sigma-Methode basiert. Ein interdisziplinäres Toolset ergänzt das Modell, indem neben klassischen QM-Methoden auch neue Techniken integriert sind. Hierzu zählen die „Theorie des erfinderischen Problemlösens“ (TRIZ), die „Widerspruchsorientierte Innovationsstrategie“ (WOIS) und die „Theory of Constraints“ (TOC), die einen hohen Nutzen bei relativ niedrigem Qualifizierungsaufwand versprechen. Die Ergebnisse dieser Arbeit liegen als FQS-DGQ-Band 86-03 vor, der direkt über die FQS bezogen werden kann.
Der Walter-Masing-Preis wurde erstmals 1986 verliehen. Der Preis würdigt Spitzenleistungen junger DGQ-Mitglieder, die sich intensiv und innovativ mit dem Gedankengut der Qualität auseinandersetzen.